Grundlagen im Überblick

Verhaltenstherapie

Verhaltenstherapie hilft Kindern und Jugendlichen, problematische Verhaltensmuster zu verändern und ihre emotionalen und sozialen Fähigkeiten zu stärken.

Eine bewährte und effektive Methode

Die Verhaltenstherapie

ist eine wissenschaftlich fundierte und effektive Methode zur Behandlung psychischer Störungen und Verhaltensprobleme bei Kindern und Jugendlichen. Sie basiert auf der Erkenntnis, dass Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen eng miteinander verknüpft sind. Durch gezielte Interventionen können problematische Verhaltensmuster verändert und neue, positive Verhaltensweisen erlernt werden.

Regal mit Trockenblumen, Pflanze und Kerzen

Ziel der Verhaltenstherapie

Das Hauptziel der Verhaltenstherapie mit Kindern und Jugendlichen ist es, ihnen zu helfen, ihre Lebensqualität zu verbessern, indem sie lernen, besser mit ihren Emotionen und Herausforderungen umzugehen. Dies kann durch die Entwicklung von Problemlösungsfähigkeiten, die Stärkung des Selbstwertgefühls und die Förderung sozialer Kompetenzen erreicht werden.

Bitte achten Sie darauf, zum Erstgespräch die Chipkarte Ihres Kindes mitzubringen.

Anwendungsbereiche

Verhaltenstherapie kann bei unterschiedlichen psychischen Belastungen und Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter eingesetzt werden, unter anderem bei:

Ängste und Phobien

Zum Beispiel bei sozialen Ängsten, Trennungsängsten, Schulangst oder spezifischen Phobien.

Depressionen

Bei anhaltender Traurigkeit, Antriebslosigkeit, Rückzug und negativen Gedanken.

Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS)

Bei Schwierigkeiten mit Aufmerksamkeit, Impulsivität, Selbststeuerung und Organisation.

Zwangsstörungen

Bei belastenden Zwangsgedanken, wiederkehrenden Ritualen oder zwanghaften Handlungen.

Essstörungen

Bei einem belasteten Verhältnis zu Essen, Gewicht und dem eigenen Körper.

Störungen des Sozialverhaltens

Bei ausgeprägter Aggressivität, Regelverletzungen, Konflikten oder oppositionellem Verhalten.

Trauma und Traumafolgestörungen

Bei anhaltenden Belastungen nach überwältigenden oder traumatischen Erfahrungen.

Flur der Praxis mit Mondphasen-Wandbild und Stühlen

Vorgehensweise in der Verhaltenstherapie

Die Verhaltenstherapie ist strukturiert und zielorientiert. Zu Beginn der Therapie erfolgt eine ausführliche Diagnostik, um die individuellen Problembereiche und Ressourcen des Kindes oder Jugendlichen zu erfassen. Wenn eine behandlungsbedürftige psychische Störung vorliegt und ausreichend Krankheitseinsicht sowie Veränderungsmotivation vorhanden sind, werden im Anschluss gemeinsam mit den PatientInnen und ihren Eltern konkrete Therapieziele festgelegt.

Bitte achten Sie darauf, zum Erstgespräch die Chipkarte Ihres Kindes mitzubringen.

Methoden und Techniken

Im Verlauf der Therapie kommen verschiedene Methoden und Techniken zum Einsatz, wie zum Beispiel:

Kognitive Umstrukturierung

Veränderung negativer Gedankenmuster.

Expositionstherapie

Gezielte Konfrontation mit angstauslösenden Situationen, um die Angst abzubauen.

Soziales Kompetenztraining

Verbesserung der zwischenmenschlichen Fähigkeiten und des Selbstbewusstseins.

Einbeziehung der Eltern und des Umfelds

Ein wesentlicher Bestandteil der Verhaltenstherapie mit Kindern und Jugendlichen ist die enge Zusammenarbeit mit den Eltern und oft auch mit Lehrern und anderen Bezugspersonen. Sie werden in den therapeutischen Prozess einbezogen, um das Erlernte im Alltag zu unterstützen und zu festigen.

Kuschelecke mit Sofa und Kuscheltieren im Therapieraum

Akute Krise? Notruf 112. Weitere Hilfen finden Sie auf der Seite Hilfreiche Ressourcen.